Georgien: Greifvogelzug am Schwarzen Meer
Zwischen Schwarzem Meer und Kleinem Kaukasus spielt sich während des Herbstzuges im August, September und Oktober ein Spektakel ab, das faszinierender nicht sein könnte. Die gewaltige, etwa 2000 Kilometer breite Barriere aus Schwarzem und Kaspischen Meer und dem zwischen beiden liegenden Kaukasus, bietet im Bereich der schmalen Küstenebene einen idealen Durchschlupf für Zugvögel, so dass sich hier einer der größten Zugtrichter im gesamten eurasisch-afrikanischen Zugsystem befndet. Seit 2008 zählen Vogelkundler aus aller Welt unter Leitung von Brecht Verhelst, Johannes Jansen und Wouter Vansteelant auf drei Stationen verteilt von Morgens bis Abends über drei Monate verteilt mehrere 100.000 Greifvögel. Alleine am 28.08.2011 wurden 89.000 durchziehende Wespenbussarde gezählt.
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Ungarn: Puszta und Mittelgebirge
Der seit 1973 bestehende ungarische Hortobágy Nationalpark ist schon seit langer Zeit als attraktives Reiseziel unter Naturkundlern und Fotografen gleichermaßen bekannt. Dies liegt sicher an der einzigartigen Lebensraumvielfalt des Gebietes. Geprägt ist die Landschaft durch kilometerweite flache Trockensteppe. Im Kontrast dazu gibt es über den Nationalpark verteilt mehrere Feuchtgebiete, die in den Geländesenken entstanden und in Abhängigkeit von den Niederschlagsmengen von Jahr zu Jahr unterschiedlich ausgeprägt sind. Hinzu kommen noch große Fischteichkomplexe mit ausgeprägten Schilf- und Röhrichtzonen. Entsprechend der Biotopvielfalt fällt die Avifauna des Hortobágygebietes sehr artenreich aus.
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Polarmöwe in Bremerhaven
Am 17.01.2012 hielt sich im Fischereihafen von Bremerhaven neben einer K3, die schon seit über einer Woche anwesend war, eine adulte Polarmöwe auf. Der adulte Vogel zeigte Merkmale der Unterart kumlieni. Hierzu gehörte neben der braungrauen Färbung der Außenfahnen der vier äußeren Handschwingen, die bei glaucoides weiß sein sollten, auch die scheinbar recht kurze Flügelprojektion.
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Thailand im Winter
Thailand ist eines der beliebtesten Fernziele für Ornithologen, da es einfach zu bereisen sowie preiswert ist, eine abwechslungsreiche Landschaft aufweist und dementsprechend eine Vielzahl von Vogelarten beheimatet. Berühmt ist Thailand für seine verbliebenen Regenwälder, die in den meisten Fällen als Nationalparks ausgewiesen und dementsprechend geschützt sind. Außerhalb dieser Nationalparks dominieren Plantagen und andere landwirtschaftlich genutzten Flächen das Bild des Landes. Für uns war aber der Löffelstrandläufer, eine hochgradig vom Aussterben bedrohte Vogelart, ein entscheidender Grund, eine Reise im Januar 2011 nach Thailand zu unternehmen. Da im Winter 2009/10 nur noch etwa 9 Individuen dieser Limikole in Thailand überwinterten und in diesem Winter wohl nur noch 6 Exemplare, war Eile geboten, um den Vogel dort überhaupt noch mal zu sehen. Wir entschieden uns deshalb, im Januar 2011 den Überwinterungsplatz der in Sibirien brütenden Art sowie einige weitere Gebiete in Zentral- und Südthailand aufzusuchen.
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Hokkaido, Japans kalter Norden
Die nördlichste der vier japanischen Hauptinseln ist im Winter für Naturfotografen ein lohnendes Ziel. Zwar ist die Artenvielfalt sehr eingeschränkt, dafür kann man mit Riesenfischuhu, Mandschurenkranich und Riesenseeadler im Osten der Insel drei Traumarten fast schon garantiert vor die Linse bekommen. Das war Anlass genug für uns, die weite Reise, die zeitweise harten Wetterbedingungen, recht hohe Preise und Probleme aufgrund von Verständigungsschwierigkeiten in Kauf zu nehmen und im Januar 2011 die „Expedition Hokkaido“ durchzuführen.
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Oman
Der Oman hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr von einem Geheimtipp zu einem beliebten und regelmäßig bereisten Reiseziel für Ornithologen und Naturfotografen entwickelt. Gleich mehrere Gründe haben diese Entwicklung begünstigt. Zum einen ist das Reisen im Oman sehr angenehm und problemlos, die Menschen sind gastfreundlich, ohne aufdringlich zu sein. Außerdem fühlt man sich sehr sicher, da Kriminalität kaum eine Rolle spielt. Die Verständigung ist zwar nicht immer ganz einfach, da nur wenige Omanis Englisch sprechen, aber in den meisten Fällen doch irgendwie möglich. Außerdem ist das Sultanat außerhalb der Städte dünn besiedelt, dementsprechend prägt größtenteils eine ursprüngliche Landschaft das Bild, mit einer entsprechend attraktiven und reichen Tier- und vor allem Vogelwelt.
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